Archiv für den Autor: matt

alles neu macht der mai

hui…
die ludwigsburger stadtgründungsfeier im grossen ordenssaal im ludwigsburger schloss im blühenden barock am … alle stars und sternchen waren da – sogar die altminister des baden-württemberger landtages.

für die diesjährige ludwigsburger stadtgründungsfeier am freitag, 5. mai 2006, um 20 uhr im residenzschloss ludwigsburg gab es noch einige wenige kostenlose restkarten.

ich bekam zwei davon. den festvortrag hielt professor franz quarthal vom historischen institut der universität stuttgart über das thema „der weg des königreichs württemberg zum vaterland der schwaben“. das musikalische programm gestalteten mitglieder des sinfonieorchesters der stadt ludwigsburg. dirigent ist professor siegfried bauer.

in dem informellen teil, der dem offiziellen teil mit festvortrag, ehrung des dirigenten des sinfonieorchesters der stadt ludwigsburg herrn professor siegfried bauer zum städtischen musikdirektor und viel musik von mozart folgte, begab man sich in die ahnengalerie und nach jeder menge smalltalk, sekt, wein und spezereien kam der eigentliche höhepunkt des abends.
man versammelte sich um das bild des stadtgründers eberhardt und sang ihm zu ehren die württemberger hymne:

das „Lied der Schwaben“ – die schwäbische nationalhymne.

„Der reichste Fürst – Preisend mit viel schönen Reden.“
das „Lied der Schwaben“ stammt vom arzt und dichter justinus kerner aus weinsberg.

justinus kerner hat das „Lied der Schwaben“ im jahr 1807 im damaligen pfarrgarten und heutigen steinbeis-kindergarten von oelbronn (enzkreis) gedichtet.
er war zu besuch in oelbronn, dem wohnort seiner schwester auguste charlotte. sie war mit dem pfarrer johann jakob steinbeis verheiratet.
sie feierten am 5. mai 1807 die taufe ihres sohnes ferdinand steinbeis.

aus diesem pfarrsohn ferdinand wurde der große württembergische wirtschaftpionier ferdinand von steinbeis.

erstmalig veröffentlicht wurde das „Lied der Schwaben“ am 25. mai 1818 auf der titelseite des von cotta herausgegebenen „Morgenblatt für gebildete Stände“

Der reichste Fürst

Preisend mit viel schönen Reden
Ihrer Länder Wert und Zahl,
Saßen viele deutsche Fürsten
Einst zu Worms im Kaisersaal.

»Herrlich«, sprach der Fürst von Sachsen,
»ist mein Land und seine Macht,
Silber hegen seine Berge
Wohl in manchem tiefen Schacht.«

»Seht mein Land in üpp’ger Fülle«,
Sprach der Kurfürst von dem Rhein,
»Goldne Saaten in den Tälern,
Auf den Bergen edlen Wein!«

»Große Städte, reiche Klöster!«
Ludwig, Herr zu Bayern, sprach,
»Schaffen, daß mein Land dem euren
Wohl nicht steht an Schätzen nach.«

Eberhard, der mit dem Barte,
Württembergs geliebter Herr,
Sprach: »Mein Land hat kleine Städte,
Trägt nicht Berge silberschwer;

Doch ein Kleinod hält’s verborgen:
Daß in Wäldern, noch so groß,
Ich mein Haupt kann kühnlich legen
Jedem Untertan in Schoß.«

Und es rief der Herr von Sachsen,
Der von Bayern, der vom Rhein:
»Graf im Bart! Ihr seid der reichste,
Euer Land trägt Edelstein!«

danach gings dann langsam wieder nach hause – alles in allem ein interessanter abend. zufällig ist in diesem mai dieses liedes 199er geburtstag.

Ludwigsburg, wo ist dein Frühling?

Hallo,
endlich Frühling in der Stadt, dachte man vor ein paar Tagen, alles ging vor die Tür, der Pelzmantel oder Schal konnte endlich zuhause gelassen werden.
Doch zu früh gefreut – uns ist wieder kalt, erneut säumen Wolken den Horizont und die Sonne ist wieder verreist.
Wir wollen Sommer!